Leipzig. Die Stadt ist bunt. In Leipzig leben Deutsche mit Menschen von allen fünf Kontinenten und aus 163 Ländern der Welt zusammen – darunter 42 europäische, 47 afrikanische, 25 amerikanische und 44 asiatische Staaten. Das geht aus dem aktuellen Migranten-Bericht hervor, den die Stadt Leipzig am Montag veröffentlichte.Insgesamt hatten Ende 2011 knapp 44.500 Menschen mit Migrationshintergrund ihren Hauptwohnsitz in Leipzig gemeldet, das sind 8,6 Prozent der Leipziger Bevölkerung und 0,6 Prozentpunkte mehr als 2010. Aus der Russischen Föderation stammt mit fast 6000 Menschen die größte Gruppe der Migranten, gefolgt von der Ukraine (3046), Vietnam (2742), Kasachstan (2344), Polen (1984) und der Türkei (1597).Damit steigt die Zahl der Leipziger mit Migrationshintergrund in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Von ihnen besitzen aktuell rund 40 Prozent die deutsche Staatsbürgerschaft. Frischen Wind bringen die Migranten nicht nur in das kulturelle Leben der Stadt, mit einem Durchschnittsalter von 32 Jahren tragen sie außerdem zur Verjüngung der Leipziger Bevölkerung bei, die im Schnitt 45 Jahre alt ist.
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l-iz vom 08.12.2012: „Asyl in Leipzig: Stadtbezirksbeirat Altwest für Unterbringungskonzept – Stadtrat entscheidet am Mittwoch“
Um drei weitere Unterkünfte für Asylbewerber und die Finanzierung ihrer Unterbringung entscheidet der Stadtrat in der kommenden Woche. Zeitlich nah am Tag der Menschenrechte und in Zugzwang: Denn bei Ablehnung könne Leipzig eine weisungsgebundene Pflichtaufgabe nicht erfüllen, warnt die Verwaltung. Zustimmung kommt aus Altwest. Der Leipziger Stadtrat befasst sich am kommenden Mittwoch, 12. Dezember, erneut mit dem Thema Asyl in Leipzig.
l-iz vom 08.12.2012: „Asyl in Leipzig: Stadtbezirksbeirat Altwest für Unterbringungskonzept – Stadtrat entscheidet am Mittwoch“ weiterlesen
Pressemitteilung, 7. Dezember 2012 des Initiativkreis: Menschen.Würdig.
+++ Initiativkreis: Menschen.Würdig. begrüßt Entscheidung der Stadtbezirksbeiräte Alt-West und Nord und fordert Beteiligung Asylsuchender ein +++
Im Juli 2012 beschloss der Leipziger Stadtrat mehrheitlich ein dezentraleres Wohn- und Betreuungskonzept für Geflüchtete. Gleichzeitig mit diesem Stadtratsbeschluss wurde die Stadtverwaltung beauftragt, weitere Standorte dezentraler Unterbringung zu finden. Für zwei dieser neuen Standorte, die Georg-Schwarz-Straße 31 und die Georg-Schumann-Straße 121, stimmten in den vergangenen Tagen die zuständigen Stadtbezirksbeiräte in Alt-West und Nord. Kim Schönberg, vom Initiativkreis: Menschen.Würdig, erklärt dazu: „Wir begrüßen die Zustimmung zu den neuen Objekten ausdrücklich und sind froh darüber, dass die Debatte diesmal weitestgehend ohne rassistische und andere menschenverachtende Entgleisungen geführt wurde.“
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